Prague Beer Fest 2026

Auch in diesem Jahr gab es wieder einen gemeinsamen Vereinsausflug mit bierigem Hintergrund. Wir mussten nicht lang überlegen, als Fritz mit der Idee kam, das internationale Bierfest in Prag zu besuchen.
Bereits zum 8. Mal treffen sich Bierliebhaber aus aller Welt in der goldenen Stadt an der Moldau. 50 Brauereien aus aller Welt präsentieren über 200 verschiedene Biere vom Fass – von klassischen Bierstilen, über moderne (NE)IPAs bis hin zu spektakulären Pastry Sours und holzfassgereiften Stouts. Hier kommt wirklich jeder auf seinen Geschmack.
Ziemlich schnell war klar, dass eine gemeinsame Anreise und Übernachtung am besten individuell gestaltet wird – es hat dann doch jeder seine eigenen Vorlieben. Wichtiger war es die Eckpunkte für das Wochenende festzulegen. Neben dem Bierfest, war eine von Fritz organisierte Wanderung durch den Roztocký háj (Rostoker Hain) und das Tiché údolí (Stille Tal) ein weiterer Höhepunkt. Das Ziel war die Brauerei in Únětice, wo neben einem Mittagessen auch eine Brauereiführung bestellt war.

Herzlich Willkommen zum Bierfest Prag
Eine bunte Auswahl an Bieren
Etwas kalt war es schon am Freitagabend

Die ersten BBKler trafen also am Freitagnachmittag auf dem Bierfest ein. Fritz, Daniel, Fred und Martin trudelten nach und nach ein. Martin hatte schon Bekanntschaft mit einem norwegischen Bierverein gemacht, die den weiten Weg aus dem Norden nur für das Bierfest auf sich genommen haben, während Daniel und Fritz noch im Hotel eincheckten.
Es war eine tolle Mischung unterschiedlichster Bierstile, aus denen wir kosten durften. Die die diesjährigen Gastländer waren Frankreich und Kroatien, die mit einigen Brauereien vertreten waren. Tschechische und slowakische Brauereien machten ungefähr die Hälfte des Teilnehmerfeldes aus, aber es gab auch Gäste aus Polen, den Niederlanden, Dänemark, Spanien und sogar den USA (deren Kegs allerdings im Zoll hängengeblieben sind). Das Wetter spielte am Freitagabend nicht so mit, so dass der nette Food-Bereich im Außenbereich eher weniger zum verweilen einlud.

Am Samstagvormittag waren dann auch die restlichen Teilnehmer angereist und wir trafen uns am Bahnhof Bubny um den Elf-Uhr-Zug nach Roztoky zu nehmen. Das Wetter spielte wunderbar mit und wir hatten eine entspannte Wanderung mit dem ein oder ander Gespräch über unser liebstes Hobby. Natürlich mussten die Neu-Angereisten über den Verlauf des ersten Abends in’s Bild gesetzt werden. Es gabe einen Zwischenstop in einem urigen Gartenlokal und die erste Verpflegungsrunde für alle. Anschließend sind wir die letzten Meter zur Brauerei gelaufen.

Wanderung durch das Stille Tal
Zwischenstopp im Biergarten

Die Tochter des Besitzers hat uns durch die heiligen Hallen geführt. Wir haben unter dem Dach im Malz- und Hopfenlager begonnen und uns dann durch das Sudhaus in den Gärkeller gearbeitet. In Únětice wird traditionell offen vergoren. Die 100hl Gärbottiche waren schon beeindruckend anzusehen. Im Lagerkeller wurde dann natürlich noch der Zwickelhahn bemüht, bevor wir uns schließlich in der Brauereischänke ein schönes böhmisches Mittagessen gegönnt haben.

Start der Führung im Malzlager
Offene Gärung – beeindruckend!
Zwickeln in Únětice
Treffen mit Jan Mordhorst, dem amtierenden deutschen Meister der Hobbybrauer

Anschließend ging es zurück zur Moldau und mit dem Zug nach Prag. Der zweite Abend des Bierfestes war genauso abwechslungsreich wie der erste. Es war auf jeden Fall merklich voller als am Freitag – und dieses mal spielte auch das Wetter mit, so dass sich viele draußen auf den Bierbänken im Food-Court niederließen. Die Bierauswahl war durchaus eine andere als am Vorabend, denn viele Brauereien hatten immer nur ein Fass ihrer Kostbarkeiten mit, so dass es ein ständig wechselndes Angebot an den Zapfhähnen gab.
Leider war unser Favorit – das „Dope Girl Magic“ aus dem französischen Nizza (Gekko Brewing) schon alle. Ein „easy drinking“ DDH Pale Ale, mit einem wunderbaren Mundgefühl, für das die Brauer unter anderem „Torrified Wheat“ benutzt haben. Dafür gab es Quadruples, Double Pastries, Sours und NEIPAs aber auch klassische Biere wie Lager, Pilsner, Märzen und so weiter… Letztendlich hatten wir einige Stehtische zusammengestellt und hatten damit eine wunderbare Homebase. Jeder konnte ausschwärmen und kam mit einer Kostbarkeit wieder die natrülich den anderen vorgestellt werden musste. Wir trafen viele bekannte Gesichter aus der Szene – wir hatten unter anderem die Gelegenheit mit dem amtierenden deutschen Meister der Hobbybrauer Jan Mordhost zu sprechen.

Alles in allem war es ein wundervoller Vereinsausflug – wir kommen bestimmt mal wieder!!!

Text & Fotos: Martin Jäger

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